Annabergs bauliche Entwicklung in den letzten vier Jahrzehnten (6) - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Annabergs bauliche Entwicklung in den letzten vier Jahrzehnten (6)

Von Stadtbaurat i. R. Rößner-Annaberg.

Straßenregulierungen und Neubauten.

1899: Wolkensteiner Straße vom Markt bis Bachgasse, die linke Seite von Bachgasse aufwärts 1900, und der übrige Teil 1902, Fleischerplatz, Verbreiterung der Schlösselbrücke, Verbreiterung der oberen Badergasse, Ausbau der Hermannstraße, Fußweg an der Bismarckstraße von Bahl's Grundstück abwärts;

1900: Korngasse, der vordere Teil der Wiesenstraße;

1901: Der obere Teil der Kleinen Kirchgasse, Grenzstraße, Mittelgasse, unterer Teil der Großen Sommerleite, Bambergstraße, Mandelgasse, der Hüttensteig wurde in Zick-Zack-Führung umgebaut;

1902: Regulierung und Fußwegherstellung auf der Mariengasse, unteren Kleinen Sommerleite, Geyersdorfer Straße, Andreasgasse, Zürcherplatz und mittleren Teil der Kleinen Kirchgasse mit Schulberg;

1903: Adam-Ries-Straße von Felix-Weiße-Straße bis Friedrichs Fabrik, unterer Teil der Großen Kirchgasse bis Annenkirche und 1904 bis zum Köselitzplatz (dabei wurden die Lindenbäume angepflanzt), Untere Schmiedegasse, Museumsgasse mit einem Teil der Johannisgasse und Platz vor der Bergkirche, mittlerer Teil der Glumannstraße;

1904: Weiterführung des Fußweges an der Adam-Ries-Straße von Friedrich bis Bretschneider, Enteignung des Landes für die Durchführung der Glumannstraße bis zur Felix-Weiße-Straße und Ausbau dieses Teiles, Regulierung des Hohen Weges;

1905: Durchführung der Hospitalstraße (jetzt Rudolf-Keller-Straße) bis zur Lindenstraße, Frohnauer Gasse reguliert, Töpferweg gepflastert, der untere Teil der Poststraße erhielt Fußweg;

1905/06: Anlegung der Georgstraße;

1906: Karlsplatz, Benediktplatz, Häuergasse, Parkstraße 14 Meter breit angelegt, aber erst 1907 gepflastert;

1907: Johannisgasse mit Brunnengasse und Franziskanergäßchen reguliert, Kaiser-Wilhelm-Straße gepflastert und Herstellen der oberen Bahnhofstraße;

1908: Regulierung der Kirchplätze;

1909: Regulierung der Pfortengasse, Talstraße und Kleinen Sommerleite;

1910/13: König-Albert-Straße von Theaterfreitreppe bis Grenzstraße, Regulierung der Feldgasse;

1911: Beschleusung der Gabelsberger Straße (Ausbau 1912), Oberen Badergasse, Parkstraße oberhalb der Eisenbahn, Sidonienstraße;

1912: Regulierung und Beschleusung der Talstraße, Pflasterung der Lindenstraße und Bismarckstraße an der Theaterfreitreppe bis Posamentenfachschule, grenzstraße reguliert, Straße am Emilienberg neu angelegt, wegen Bebauung des Stadtgutareals wurde die angrenzende Linden- und Pöhlbergstraße verbreitert;

1913: Die Schillerplatzstraße gebaut, Buchholzer Straße neu gepflastert, ebenso Friedhofsallee und die Wolkensteiner Straße bis zur Großen Sommerleite, Straße über dem Schützenplatz angelegt, Regulierung der Silberstraße, Verlängerung des Bahnhofsfußweges;

1914: Regulierung der Schießhausstraße bis Lösers Feldweg, Regulierung der Scherbank mit Pfortengasse und des Zinnackerweges, Pflasterung der Adam-Ries-Straße bis zum Hospital, Ausbau der Schumannstraße, Zeppelinstraße und Böhmischen Gasse, Fußweganlage untere Bahnhofstraße, Einebnung der Schießhalde am Schützenplatz.

1915/16. An Notstandsarbeiten für die durch Ausbruch des Weltkrieges arbeitslos gewordenen Arbeiter wurden außer vielen kleinen Arbeiten ausgeführt: Die Einebnung der oberen Hälfte des Schillerplatzes zu einem Sport- und Spielplatz von rund 180 Meter Länge und 100 Meter Breite. Hierbei wurde der alte sog. Döhnelteich beseitigt; die Herstellung der Bobbahn von rund 1800 Meter Länge mit drei großen in Basaltsteinen gemauerten Kurven, wodurch diese Bahn wohl einzigartig in dieser Bauweise ist. Es erfolgte der Ausbau der Schießstände am "Schützenheim" durch ein Militärkommando. Ferner wurde die eingestürzte Stadtmauer am Stadtbadgrundstück wieder aufgebaut;

1918: Herstellen einer Zweigleisanlage am oberen Bahnhof;

1919: Pflasterung der Schießhausstraße bis zur Pöhlbergstraße, Regulierung der Scherbank von der Pfortengasse aufwärts;

1920: Pflasterung der Bahnhofstraße von der Unterführung bis zur Bambergstraße, Ausbau der Voigtstraße letzter Teil;

1920/21: Herstellung der Hüttengrundstraße als Notstandsarbeit;

1922: Weitere Stadtbachüberwölbung zur Erweiterung des Schuttabladeplatzes, ebenso wie schon 1904 und 1910, Pflasterung des letzten Teiles der Wolkensteiner Straße und der Adam-Ries-Straße von der Wiesenstraße bis "Feldschlößchen";

1923: Pflasterung der Geyersdorfer Straße bis zum Kammergebäude, Ausbau des Jungfernsteiges von der Geyersdorfer bis zur Parkstraße und Verlängerung der letzteren von der Eisenbahn aufwärts, wobei das Wäldchen oberhalb des Stadtparkrestaurants gefällt werden mußte;

1924/25: Bau der Umgehungsstraße von der Schumannstraße bis Feldschlößchen und Verlängerung der Wiesenstraße bis zur Adam-Ries-Straße, Fußweg- und Schleusenbau Geyersdorfer Straße;

1925: Pflasterung des unteren Teiles des Schillerplatzes aus Anlaß des Bundeskegelns, Pflasterung der Bismarckstraße von der Posamentenfachschule bis zum vorm. Hohl'schen Grundstücke, Einbau einer Hauptschleuse im Jungfernsteig;

1926: Regulierung der Schumannstraße, Ausbau des Zechenweges, Neubau der Damaschkestraße, Bau der Autoauffahrtsstraße nach dem Pöhlberg, Errichtung einer Kläranlage im Humpel;

1927: teilweise Beschleusung des Kleinrückerswalder Dorfbaches; Pflasterung der Bismarckstraße bis zur Flurgrenze, Oberflächenbehandlung der Kleinrückerswalder Straße, Bau der Umgehungsstraße (Hindenburgstraße) mit Eisenbetonrahmenbrücke von der Pöhlberg-(Ernst-Roch-)-Straße bis zur Staatstraße Annaberg—Bärenstein, Pflasterung und Beschleusung der Talstraße, Fußwegherstellung Schumannstraße, Ausbau der Haldenstraße;

1928: Ueberwölbung des Stadtbaches am Schuttplatz bis zum Bahngelände, Pflasterung der Klosterstraße, Oberflächenbehandlung der Bruno-Matthes-Straße, Ausbau der Straßen und des Platzes "Im Humpel" und der Gartenstraße.

Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 126. Jahrgang, Nr. 17, 23. April 1933, S. 2

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