Annabergs Entwicklung bauliche Entwicklung in den letzten vier Jahrhunderten (9). - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Annabergs Entwicklung bauliche Entwicklung in den letzten vier Jahrhunderten (9).

Von Stadtbaurat i. R. Rößner-Annaberg.

Die Privatbautätigkeit.

1890. (12 Bauvorhaben.) Die Neubauten von Albert, Johannisgasse; Mattausch, Frohnauer Gasse; Höfer, Wolkensteiner Straße; Pilz, Mariengasse 18; F. A. Fröhner, Lindenstraße; Viktor Schweizer, Münzgasse; Rechtsanwalt Schmalz, Kaiser-Wilhelm-Straße 7; Fr. Ludwig, Buchholzer Straße; Baumeister Nestler, Logenstraße; Fabrikaufbau Eli Uhlig infolge Brand; W. Nestler, Stadtparkrestaurant (I. E. S. Nr. 14/31); Turnhalle, Parkstraße.

1891. (8 Bauvorhaben.) Im Jahre 1891 wurde von der Fleischer-Innung mit dem Bau des Schlachthofes am Gärtnerweg begonnen. Derselbe wurde durch Zweiggleis mit der Chemnitz—Annaberger Bahnlinie verbunden. Er besteht aus einem Verwaltungsgebäude mit Gastwirtschaft, einem Schlachthaus für Groß- und Kleinvieh, einem Stallgebäude mit angebautem Kesselhaus und Kläranlage, sowie kleineren Nebengebäuden. er konnte am 20. Juni 1893 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Die Kosten der ganzen Anlage betrugen bis dahin rund 300000 Mk. Im Jahre 1901 wurde eine allen modernen Anforderungen entsprechende Kühlanlage mit Eisbereitung für rund 165000 Mk. hinzugebaut.

Der alte Schlachthof, sogen. Kuttelhof am Schlachthofplatz, wurde von der Stadtgemeinde angekauft, 1894 abgebrochen und der Platz als Schmuckplatz hergerichtet.

Im Jahre 1891 wurden außerdem gebaut: Naefe, Kleinrückerswalde, zwei Häuser; Götze, Poststraße; Bretschneider, Adam-Ries-Straße; Bernhard Schiefer, Eckhaus Kleinrückerswalder Straße / Sidonienstraße; Weisbach & Waengler, Fabrik; H. Flath, Emilienberg; zwei Scheunen am Wiesaer Weg.

1892. (8 Bauvorhaben.) Roch, Moritz, Kaiser-Wilhelm-Straße; Reinhard Schramm, Buchholzer Straße; Lagergebäude Facius, Schumannstraße; Naefe, zwei Häuser Wilischstraße, rechts; abgebrannte Häuser an der Kleinen Kartengasse (Hesse, Graupner und Fischer) wieder errichtet.

1893. (9 Bauvorhaben.) Steinert, Buchholzer Straße; Bäcker Göbel, Buchholzer Straße; Bäcker Nestler, Kleinrückerswalder Straße; Wimmers Fabrikaufbau, später zweimal erheblich erweitert; Benkert am Markt; Liddy Schmidt, Seminargasse; Kirchhof, Aufbau; Schnurenfabrik Altmann; Gustav Tippmann, Kaiser-Wilhelm-Straße; Schreiber, Kaiser-Wilhelm-Straße.

1894. (5 Bauvorhaben.) H. Götz, Grenzstraße; R. Rebentisch, Große Sommerleite; F. A. Fröhner, Geyersdorfer Straße Ecke Lindenstraße ( I. E. S. Nr. 15/1926); Päßler, Scherbank (Brandstelle); Walther, Voigtstraße.

1895. (5 Bauvorhaben.) H. Bergelt (jetzt Schreiter), Wiesenstraße; Kropp, Buchholzer Straße; Lina Schmiedel, Lindenstraße; Fabrikbau Wohlgemuth; Spranger, Große Kartengasse; Karl Schmidt, Fabrikaufbau.

1896. (7 Bauvorhaben.) Ottomar Claus, Scherbank (Brandstelle); H. Reichelt, Hospitalstraße (Brandstelle); Ruther & Einenkel, Fabrik; Lina Schmiedel, Lindenstraße; Gustav Steinert (Erweiterung); Schwammkrug, Untere Badergasse; Tränkner, am Markt.

Restaurant "Stadt-Park".
Restaurant "Stadt-Park",
das von 1891—1923 bestand, nach einer Aufnahme aus dem Jahre 1905 mit dem 1904 erfolgten Anbau. Im Vordergrund, wo der Mann steht, liegt seit 1906 der Schienenstrang der oberen Bahn. Zwischen diesem und dem Restaurant Stadt-Park entstand nach dem Kriege die Fabrik von Bernhard Mehner. Das Waldstück hinter dem Stadt-Park-Restaurant ist abgeholzt. Dort wurde ebenfalls nach 1918 das Verwaltungsgebäude der Konsumgenossenschaft erbaut.
Der alte Kuttelhof.
Der alte Kuttelhof.
Anno 1524 baute der Rat nach Bartholomäi den Kuttelhof. Nachdem am 20. Juni 1893 der neue Schlacht- und Viehhof eingeweiht worden war, wurde der Kuttelhof, der 369 Jahre seinen Zwecken gedient hatte, abgerissen. (I. E. S. Nr. 23 und 24/1926.)
Das alte Scharr-Eckhaus.
Das alte Scharr-Eckhaus,
Buchholzer Straße / Museumsgasse, an dessen Stelle seit 1893 das sogenannte Turmhazs steht. (I. E. S. Nr. 25/1930.)

Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 126. Jahrgang, Nr. 21, 21. Mai 1933, S. 5

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