Bilder aus dem Obererzgebirge - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Bilder aus dem Obererzgebirge

1929 > 1929-12

Schwierige Begegnung.

Straße in Cranzahl

(T. A. W.-Photodienst.)

Der im Abzug begriffene Winter wird auch allen Automobilisten, die in Wind und Wetter, bei Schneeverwehungen und Eisglätte fahren mußten, noch lange in Erinnerung bleiben. Welche Anforderungen an das Material der Wagen, an die Geschicklichkeit und Geistesgegenwart der Fahrer gestellt wurden, vermag nur der Fachmann selbst zu beurteilen. — So sehr man es stets begrüßte, wenn der Schneepflug glatte Straße schuf, so wenig schätzte man eine direkte Begegnung mit diesem breitausladendem Fahrzeug. Manches Auto, dessen Führer dachte gerade noch vorbeizukommen, rutschte durch die Tücke des weichen Schnees in den Straßengraben! Aber die Begleitmannschaften des Schneepfluges halfen dem abgerutschten Automobilisten mit einigen derben Späßen und kräftigem Schieben auch gern wieder heraus. — unser Bild zeigt die Straße in Cranzahl und hält eine Situation fest, die wir selbst mit erlebten, als unser Redaktionsauto zum Großfeuer (8.3.) fuhr.

Schneewehen zwischen Grumbach und Königswalde

Meterhohe Schneewehen

an der Straße von Grumbach nach Königswalde bezeugten noch vor wenigen Tagen die Gewalt des diesjährigen Winters, der durch die siegreiche Märzsonne immer weiter zurückgedrängt wird.

Vierzig Jahre Botenfrau.

Ein seltenes Jubiläum konnte am 20. März 1929 Frau Auguste Weißflog, Scheibenberg, begehen, die an diesem Tage, seit 1889, 40 Jahre lang den Botendienst zwischen Scheibenberg und Annaberg vermittelt hat. Frau Weißflog steht im 76. Lebensjahr und erfreut sich größter geistiger und körperlicher Frische. Mit vielen Annaberger und Scheibenberger Firmen steht die Jubilarin die ganzen vier Jahrzehnte über in Verbindung. Mögen ihr noch recht viele Jahre bester Gesundheit beschieden sein!

(T. A. W.-Photodienst.)

Auguste Weißflog, Scheibenberg

Ein ortsgeschichtlich interessantes Gebäude in Sehma.
Erst Pfarrhaus — dann Gemeindeamt.

Gemeindeamt Sehma

Die alte Sehmaer Pfarre war von 1671 an ein altes Bauerngehöft mit Scheune, Garten, Feld- und Wiesenbesitz. Das Gebäude steht heute in baulich verändertem Zustand noch gegenüber der Schule an der Hauptstraße. Es wurde 1896 an die Gemeinde verkauft, dich nach Abreißen der Scheune usw. das Gemeindeamt hineinlegte, das sich 10 Jahre lang darin befand, 1906, nachdem das Gemeindeamt in die alte Kirchschule dorfaufwärts übergesiedelt war, erwarb das Haus der Konsumverein, nachdem vorher 1904 der größere Teil des alten Pfarrgartens an Dr. Wunderlich für seinen Landhausbau veräußert worden war. 1896 wurde unmittelbar neben der Kirche das neue Pfarrhaus errichtet, dessen Bau im April 1897 beendet war. Ehe das Gemeindeamt in die erwähnte ehemalige Kirchschule zog (seit 1673 bestehend), befand sich darin die Reichspost.


Nr. 12  v. 24. März 1929



zurück

Erzgebirgisches Sonntagsblatt 122. Jahrgang, Nr. 12, 24. März 1929, S. 8

Start | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | Datenschutzerklärung | Impressum | Sitemap
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü