Buchholz vor 100 Jahren. - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Buchholz vor 100 Jahren.

1927 > Nr. 10/1927
(Fortsetzung und Schluß.)

Endlich brachte Buchholz 1590 durch Kauf Grund und Boden, der Seifen genannt, an sich, indem der Buchholzer Stadtvogt Moritz am Steig, der den Seifen von dem Berghauptmann Christoph von Schönberg erworben, ihn auf Befehl des Kurfürsten für 345 fl. 15 gr. an den Ort abtrat. Wahrscheinlich handelte es sich hierbei jedoch nicht um eine neue Erwerbung, sondern um eine Wiedererwerbung. Das 17. und 18. Jahrhundert brachte keinen Gebietszuwachs, wohl aber das 19. und der Anfang des 20. Jahrhunderts. Die 1843 herrschende große Wohnungsnot gab Anlaß, die Einbezirkung des Teiles der Frohnauer Flur, der dicht an die Häuser von Buchholz heranreichte, zu erstreben. Am 1. Januar 1848 wurde der vom Grenzbach nördlich gelegene Teil des jetzigen städtischen Weichbildes, im ganzen 88 Parzellen, Buchholz einverleibt. Im Jahr 1873 kam das östlich der Sehma gelegene Stück, welches bisher im Besitz von Kleinrückerswalde sich befunden hatte, und 19.. weitere Teile dieses Dorfes bis an die Bärensteiner Straße, zur Stadt. Um dieselbe Zeit gingen auch weitere Teile von Frohnau (nördliche Waldschlößchenstraße mit Bezirksanstalt) in den Besitz der Stadt Buchholz über.
—m—

Erzgebirgisches Sonntagsblatt Nr. 10 v. 13. März 1927


Erzgebirgisches Sonntagsblatt 120. Jahrgang, Nr. 10, 13. März 1927, S. 2

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