Erzgebirgs-Chronik. - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Erzgebirgs-Chronik.

1934 > 1934-45
Nach Meldungen des Tageblattes "Annaberger Wochenblatt", Hauptzeitung des Obererzgebirges.

3. Februar 1900: In Schmiedeberg wurden Bohrungen nach Kohle ausgeführt. (T.A.W.-Nr. 27.)

10. August 1900: Das Schenksche Restaurant in Weipert wurde ein Raub der Flammen. (T.A.W.-Nr. 183.)

12. September 1901: Bei lebendigem Leibe verbrannte in Fley bei Weipert eine Kuhmagd, die einem Feldfeuer zu nahe gekommen war. (T.A.W.-Nr. 214.)

16. Januar 1902: Im Egertal entgleiste zwischen Pürsten und Wartha ein Schnellzug. Ein Heizer wurde getötet. (T.A.W.-Nr. 14.)

28. Juni 1904: In Böhmisch-Wiesenthal fielen 8 Häuser einem großen Brand zum Opfer. (T.A.W.-Nr. 149.)

15. August 1904: Ein großer Waldbrand zwischen Neugeschrei und Schmiedeberg zerstörte 80 Joch Wald. (T.A.W.-Nr. 190.)

20. August 1904: Die Stadt St. Katharinberg wurde von einer schweren Feuersbrunst heimgesucht. Es brannten 46 Häuser nieder. (T.A.W.-Nr. 195.)

16. August 1906: In Weipert fand eine Tagung des Komitees zur "Erbauung von Stauweihern im Pöhlatal" statt. (T.A.W.-Nr. 191.)

28. August 1906: Ein großes Brandunglück vernichtete in Sonnenberg in Böhmen 29 Häuser, wodurch 53 Familien obdachlos wurden. (T.A.W.-Nr. 200.)

3. Oktober 1906: Die neue evangelische Kirche in Weipert wurde geweiht. (T.A.W.-Nr. 232.)

14. Juli 1907: Die Weihe des Kriegerdenkmals wurde in Weipert vorgenommen. (T.A.W.-Nr. 164.)

7. Augustv 1907: In Gottesgab brannten das Gasthaus "Grünes Haus" und die Brettmühle nieder. (T.A.W.-Nr. 184.)

16. September 1907: Die Schule in Niederschmiedeberg erhielt ihre Weihe. (T.A.W.-Nr. 219.)

28. Juli 1908: Ein Großfeuer vernichtete die W. Kraft'sche Fabrik in Weipert. (T.A.W.-Nr. 174.)

3. August 1908: Die Keilberg-Ausstellung hatte einen Besuch von 20 000 Personen zu verzeichnen. (T.A.W.-Nr. 179.)

13. August 1908: Auf dem Keilberg tagten die Interessengemeinschaften für eine Durchtunnelung des Keilbergs, auf der auch Annaberg gut vertreten war. (T.A.W.-Nr. 190.)

1. November 1908: Die sog. "alte Cajetau-Mühle" im Schustertempel in Weipert brannte nieder. (T.A.W.-Nr. 257.)

17. März 1909: Wegen des österreichisch-serbischen Konfliktes und drohender Kriegsgefahr fanden in Weipert Einberufungen zum Heere statt. (T.A.W.-Nr. 63.)

15. August 1910: Die Verabreichung von Radiumbädern in Joachimsthal wurde provisorisch eingerichtet. (t.A.W.-Nr. 188.)

5. November 1911: Die neue Wasserleitung in Weipert wurde in festlicher Weise in benutzung genommen. (T.A.W.-Nr. 261.)

16. Januar 1912: Das neue Brauhaus an der oberen Karlsbader Straße in Weipert fiel einem Schadenfeuer zum Opfer. (T.A.W.-Nr. 12.)

5. Juni 1912: Das Radium-Kurhaus in St. Joachimsthal wurde seiner Bestimmung übergeben. (T.A.W.-Nr. 129.)

9. September 1912: In Brüx begann der Prozeß gegen den Raubmörder Köhler, der bei Reitzenhain den Inspektor Tucha ermordet hatte. (T.A.W.-Nr. 211.)

23. November 1912: Einrückende Reservisten des österreichischen Heeres belebten den Bahnhof in Weipert, was mit dem Balkankrieg in Verbindung zu bringen war. (T.A.W.-Nr. 274.)

16. März 1913: In Böhmisch-Wiesenthal brannte das am Zieroldberg gelegene Kuhn'sche Wohnhaus nieder. (T.A.W.-Nr. 63.)

10. April 1913: Im böhmischen Christophhammer bei Schmalzgrube wurde das neuerbaute Zapp'sche Fabrikgebäude vollkommen eingeäschert. (T.A.W.-Nr. 83.)

2. Juni 1913: Bei dem Brande des Flohrer-Hauses in Weipert kamen zwei Frauen ums Leben (T.A.W.-Nr. 126.)

20. April 1914: In Sachen der Keilbergbahn (Tunnelprojekt) Weipert—Joachimsthal weilte eine böhmische Deputation in Wien. (T.A.W.-Nr. 91.)

19. Juni 1914: In Böhmisch-Wiesenthal brannte das aus altem Fachwerk bestehende und mit Schindeln gedeckte Haus des Musikers Schmiedel nieder. (T.A.W.-Nr. 141.)

2. Juli 1914: Für das ermordete österreichische Thronfolgerehepaar fanden in Weipert große Trauerkundgebungen statt. (T.A.W.-Nr. 151.)

28. Juli 1914: In den Mobilmachungstagen rückten in Weipert die im Grenzgebiet wohnenden Oesterreicher ein und wurden von hier abtransportiert. (T.A.W.-Nr. 173.)

30. September 1914: Die für den Verkehr äußerst wichtige neue Grenzbrücke in Weipert wurde ihrer Bestimmung übergeben. (T.A.W.-Nr. 228.)

20. November 1914: Die ersten Verwundeten des Weltkrieges trafen in Weipert ein und wurden im Vereinsreservelazarett der Turnhalle untergebracht. (T.A.W.-Nr. 273.)

1. März 1915: Infolge des Krieges herrschte in Weipert Brotmangel. Als Ersatz wurde die Abgabe von Reis erhöht. (T.A.W.-Nr. 50.)

23. Mai 1915: Der bekannte Gasthof "Schlössel" in Böhmisch-Hammer an der Straße nach Weipert-Schmiedberg wurde ein Raub der Flammen. (T.A.W.-Nr. 119.)

27. Juli 1916: In der Schule zu Böhmisch-Hammer wurde der Lehrer Lorenz von seiner Ehefrau mit einem Betonrammel ermordet. (T.A.W.-Nr. 173.)

9. September 1916: Im Stadtteil Grund von Weipert brannte vormittags das Müller'sche Backhaus ab; diesem Brande folgte am Nachmittag der Brand des Tischlers Pittmann'schen Hauses. (T.A.W.-Nr. 21 2.)

19. September 1916: In den Waldungen am Keilberg nach Gesmesgrün zu wurden zwei Franzosen und ein Marokkaner festgenommen, die aus dem Gefangenenlager Ebersdorf–Chemnitz entwichen waren. (T.A.W.-Nr. 220.)

14. November 1916: Anton Günther-Gottesgab, der bekannte Erzgebirgs-Sänger, wurde am Isonzo verwundet. (T.A.W.-Nr. 267.)

2. Juni 1917: Zwei aus einem Gefangenenlager bei Chemnitz entwichene Franzosen, darunter 1 Offizier, wurden am Keilberg von Förster Flach verhaftet. (T.A.W.-Nr. 125.)

24. Juli 1917: Wegen Kohlenmangel stellte das Elektrizitätswerk in Weipert seinen Betrieb ein, so daß der Ort selbst und auch das benachbarte Bärenstein dadurch ohne Licht waren. (T.A.W.-Nr. 170.)

3. November 1918: Nach dem erfolgten Umsturz wurde von Leitmeritz aus die Gründung eines Freistaates "Deutschböhmen" der Weiperter Bevölkerung mitgeteilt. (T.A.W.-Nr. 258.)

15. Januar 1919: Deutschböhmen wurde von den Tschechen besetzt! Die ersten Grenzposten trafen in Gottesgab ein und nahmen Posten an der Grenze beim "Neuen Haus" (T.A.W.-Nr. 14.)

18. Januar 1919: Auch Weipert erhielt tschechische Besatzung, wie auch Böhmisch-Wiesenthal und andere umliegende Grenzposten. (T.A.W.-Nr. 15.)

27. November 1919: In Böhmisch-Hammer wurde ein sächsischer Grenzbewohner von einem tschechischen Soldaten erschossen. (T.A.W.-Nr. 276.)

26. August 1920: An der Weiperter Grenzbrücke kam es zu einem Feuergefecht zwischen tschechischen Grenzposten ud Schmugglern. Von den letzteren mußte einer sein finsteres Handwerk mit dem Leben bezahlen. (T.A.W.-Nr. 200.)

31. Mai 1921: Auf der Stolzenhainer Höhe bei Böhmisch-Wiesenthal erschossen drei Pascher einen böhmischen Grenzposten und verletzten den anderen schwer. (T.A.W.-Nr. 125.)

15. August 1921: Auf dem Keilberg kamen Behördenvertreter aus Sachsen und der Tschechoslowakei zusammen, um erneut das Keilbergtunnel-Bahznprojekt aufzunehmen. (T.A.W.-Nr. 189.)

24. Oktober 1921: In Weipert wurde am Postamt der Mobilmachungsbefehl des tschechisch-slowakischen Heeres angeschlagen. Sie erfolgte in Verbindung mit dem Bürgerkrieg in Ungarn. (T.A.W.-Nr. 248.)

9. September 1922: In Stolzenhain erschlug der Schuhmacher Marbach im Streite seine Ehefrau. (T.A.W.-Nr. 212.)

4. Oktober 1922: In der Stadtkirche zu Weipert wurde ein schwerer Einbruch verübt. Die Kirchenräuber konnten allerdings auf dem Buchholzer Bahnhof dingfest gemacht werden. (T.A.W.-Nr. 238.)

26. April 1924: Auf dem Kupferhübel bei Kupferberg in Böhmen brannte das Unterkunftshaus völlig nieder. (T.A.W.-Nr. 102.)

11. Juni 1924: Beim Anschlagen einer Giftgasader in der Grube "Gifthütte" der Agenta-Außig nahe von Weipert wurden 6 Bergarbeiter getötet; ein siebenter starb an den erlittenen Verletzungen folgenden Tags. (T.A.W.-Nr. 134.)

21. Juli 1924: Die katholische St. Martin-Kirchgemeinde in Weipert beging die Weihe eines neuen Geläutes anstelle der im Weltkrieg abgelieferten Glocken. (T.A.W.-Nr. 170.)

31. Mai 1925: Ein Bundesfest der Deutschen in Böhmen erfreute sich in Weipert starken Zuspruches und war verbunden mit einem Festzug durch die Straßen der Stadt. (T.A.W.-Nr. 125.)

25. Juli 1925: Das anstelle des abgebrannten neu erbaute Unterkunftshaus auf dem Kupferhübel bei Kupferberg wurde der Oeffentlichkeit zugängig gemacht. (T.A.W.-Nr. 173.)

16. Juli 1927: Eine Ausstellung für Industrie, Handel und Gewerbe wurde in der Turnhalle Weipert eröffnet. (T.A.W.-Nr. 164.)

2. April 1929: In Weipert wurde im Ortsteil "Hübel" das Anwesen des Tabak-Trafikanten Albin Bartl durch ein Großfeuer vernichtet. (T.A.W.-Nr. 78.)

17. September 1929: In Böhmisch-Wiesenthal wurde auf dem Häuselberg ein Sechsfamilien-Wohnhaus eingeäschert. Das Haus brannte damit zum dritten Mal nieder. (T.A.W.-Nr. 218.)

28. Februar 1930: In Weipert brach am "Hübel" in einer Scheune Feuer aus, das auch auf das nebenan liegende Wohnhaus übergriff. Eine Kuh und zwei Ziegen kamen in den Flammen um. (T.A.W.-Nr. 51.)

11. August 1930: Das Max Leonhard'sche Anwesen auf der Schmiedeberger Straße in Weipert brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder. (T.A.W.-Nr. 187.)

Illustriertes
Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 45 v. 4. November 1934


Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 128. Jahrgang, Nr. 45, 4. November 1934, S. 7

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