"Blick in die Zeit vor 50 Jahren". - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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"Blick in die Zeit vor 50 Jahren".

1934 > 1934-27
1884 — 1909 – 1934.
Annaberg 1884.
Annaberg 1884. Blick vom Kirchturm auf den nordwestlichen Teil der Stadt.
(Photo: A. Meiche, Annaberg i.E.)
Das große Photobild vom Jahre 1884 zeigt die Innenstadt von Annaberg mit dem Münzerviertel und einem Teil des Dorfes Frohnau, vom Kirchturm aus gesehen.

Besonders kleine Merkmale, die der flüchtige Beschauer nicht, der geübte Heimatforscher aber sofort herausfindet, machen das Bild äußerst interessant und ortsgeschichtlich wertvoll. Es sind dies u. a. die Baumwipfel auf dem Marktplatz, die Pappel im Hof der Apotheke, das Türmchen auf dem Lehnert-Hinterhaus (Markt 2), das alte Mehl-König-Haus an der Großen Kirchgasse unten, das alte Schmidt-Haus gegenüber an der Mittelgasse, der ehemalige Gasthof "Weißes Roß" an der Buchholzer Straße 3 usw.

Alle seit 1884 in den letzten 50 Jahren eingetretenen Veränderungen und sonstige bemerkenswerten Dinge sollen unsere Leser einmal suchen und feststellen. Wir haben das Bild seitlich rechts und unten mit einem Strichrand versehen. Durch Ziehen von Strichen entsteht eine Planeinteilung, wie wir sie durch umstehende Skizze erläutern. Dadurch kann eine bestimmte Stelle des Bildes genau bezeichnet werden. Wir empfehlen unseren Lesern, sich die Planeinteilung aus Pauspapier anzufertigen und auf das Bild aufzulegen.
Annaberg 1909.
Annaberg 1909. Der nordwestliche Teil Annabergs, vom Kirchturme aus gesehen. Links im Hintergrunde das Dorf Frohnau, rechts der Schreckenberg. Zwischen beiden das ehemalige Münzer-Viertel mit der Bergkirche.
(Bild aus dem Ratsarchiv der Stadt Annaberg.)
Auf dem zweiten beigefügten Bild vom Jahre 1909 sieht man deutlich die von 1884 bis 1909, in einem Zeitraum von 25 Jahren, eingetretenen baulichen Veränderungen des Stadtbildes.

Die Gegenüberstellung der beiden Stadtbilder von 1884 und 1909 ist sehr interessant und in Bezug auf ortsgeschichtliche bezw. heimatgeschichtliche Belehrung und Aufklärung äußerst wertvoll. Es lassen sich mindestens 20 bauliche und allgemeine Veränderungen feststellen. Wir laden unsere Leser und besonders auch unsere Jugend ein, sich einmal gründlich mit dieser lohnenden und heimatgeschichtlich wertvollen Suche zu beschäftigen und uns mitzuteilen, welche Veränderungen gefunden worden sind. Wir sind gespannt, ob es jemand gelingen wird, diese Bildaufgabe restlos zu lösen und ob ein besonders scharfer Beobachter noch mehr herausfindet, als es uns gelungen ist.

Die Lösung der Bildaufgabe werden wir im I. E. S. Nr. 28 vom 8. Juli 1934 veröffentlichen. Wir hoffen auf eine recht rege Mitarbeit und werden uns freuen, zahlreiche Zuschriften zu erhalten.
Planeinteilung
Anweisung für die Anfertigung der Planeinteilung.

Die Striche am rechten und unteren Rand des oberen Bildes werden auf einem Stück Pauspapier rechtwinklich durchgezogen. Es entsteht eine Planabteilung, wie nebenstehend abgebildet.
Unten werden von links nach rechts die Zahlen 1 bis 21, rechts von oben nach unten die Zahlen 1 bis 7 eingetragen.
An einigen Beispielen zeigen wir, wie die Planeinteilung zu lesen ist. Die unteren Zahlen geben die erste Stelle, die rechten Zahlen die zweite Stelle des Planquadrates an, das bezeichnet werden soll.

Illustriertes
Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 27 v. 1. Juli 1934


Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 127. Jahrgang, Nr. 27, 1. Juli 1934, S. 5

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