Zur Weihe des Krieger-Ehrenmals in Cunersdorf. - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Zur Weihe des Krieger-Ehrenmals in Cunersdorf.

Cunersdorf, Kirche
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(Photograph Paul Braun, Jöhstadt.)

Am letzten Sonntag wurde in Cunersdorf bei Buchholz ein 65 Kriegsgefallenen gewidmetes Ehrenmal geweiht. Die Bevölkerungsteilnahme war sehr groß. Im Saale des "Erbgerichtes" wurden am Sonnabend abend die Weihefeierlichkeiten mit einem Kommers eröffnet; Bürgermeister Friedrich hielt die Gedenkrede. Die feierliche Kirchenparade der Ortsvereine am Sonntag gaben dem Weihetag das richtige Gepräge. Eine unvergeßliche Feierstunde war die Weihe des Kriegerehrenmals. Der Weiheakt wurde mit dem Niederländischen Dankgebet eröffnet, dem stimmungsvoll Silchers "Gedenken" folgte. Huerauf begrüßte Bürgermeister Friedrich im Namen des Ausschusses die Anwesenden, dankbar des vereinten Zusammenwirkens aller Kreise gedenkend. Pfarrer Högner hielt die Weiherede.

Den Inhalt dieser ausgezeichneten Weiherede haben wir bereits im T.A.W., in der Nummer vom Montag, den 2. August 1926, ausführlich skizziert. — Nach dem Festakt, der mit drei Ehrensalven des Schützenzuges des Militärvereins Cunersdorf beschlossen wurde, setzte sich der Festzug der Ortsvereine mit ihren Bannern, geführt von einer Reitertruppe, nach dem Gasthof zur Morgensonne fort, wo sich der Zug auflöste. An den Feierlichkeiten beteiligten sich, da das Wetter sich gut gehalten hatte, außer der gesamten Einwohnerschaft, ohne Unterschied der Partei, eine große Anzahl auswärtiger Gäste aus Annaberg, Buchholz und Sehma.  Wegen ihren einheitlichen Charakters und ihrer organisatorisch tadellosen Durchführung — ein Ehrenmalausschuss unter dem Vorsitz des Militärvereinsvorstehers Hübner hatte seit Weihnachten die Geldsammlungen sowie die Festordnung vorbereitet — wird diese Ehrenmalsfeier in Cunersdorf als eine der schönsten und eindrucksvollsten Enthüllungsfeiern im gesamten Obererzgebirge jedem Teilnehmer unvergeßlich bleiben. Ehre dem Andenken der 65 Gefallenen, denen man damit die letzte Ehre erwiesen hat.


Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 32, 8. August 1926


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Erzgebirgisches Sonntagsblatt 119. Jahrgang, Nr. 32, 8. August 1926, S. 8

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