Wer kennt seine Heimat genau? - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Wer kennt seine Heimat genau?

Wo war das?
Erklärungen zu den Bildern der letzten Nummer.


Die Häusergruppe der Wolkensteiner Straße auf Bild Nr. 25 stellt die Grundstücke Nr. 8, 10 und 12 dar. Das rechts auf dem Bilde sichtbare Haus Nr. 8 (jetzt Illing) gehörte früher dem Fleischermeister Aug. Anger; Ersterbauer war Hans Arenberger, in dessen Familie es sich mehrere Generationen befand; später besaß es Bürgermeister Dr. Joh. Mart. Schwabe, der 1664 geboren, 1717 Bürgermeister wurde und 1735 starb; dann dessen erben und hierauf durch sieben Generationen bis um die Mitte des vorigen Jahrhunderts die Familie Dürr. — Haus Nr. 10 (jetzt ebenfalls Illing) gehörte vordem dem Buchbindermeister Anton Oeser, der es von seinem Vater erwarb; Ersterbauer war Michel Göpfert. — Das Haus Nr. 12 (jetzt E. Wohlgemuth; früher Albert Stephan, vordem Buchbinder J. M. Huscher) wurde zuerst von Georg Hoffmann erbaut und befand sich später lange Zeit im Besitze der Familie Anger.

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Wo war das?   Bild Nr. 17

(Hermannsdorf)
Wo war das?   Bild Nr. 28

"Eins der ältesten Häuser von Mildenau", so schrieben wir am 7. März 1908 im T.A.W., "das bekannte, an der untern Dorfstraße, unweit des Ed. Clauß'schen Verkaufsladens gelegene, baufällige, außen mit Gebälk malerisch verkleidete Haus, ist, ehe jemand, der seinen architektonisch-historischen Wert kannte, von dem Vorhaben des Besitzers etwas erfuhr und dies historische Kleinod retten konnte, niedergerissen worden "und seine Stätte kennet es nicht mehr". Hoffentlich dienen diese Zeilen dazu, daß alle diejenigen Personen, die vielleicht einmal das alte Haus abgezeichnet oder photographiert haben, die betr. Abbildung dem "Vereine sächsischer Ingenieure und architekten" anbieten.

Unsere Mahnung ist beherzigt worden! Wir erhielten jetzt von zwei Seiten die als Bild Nr. 26 wiedergegebene Ansicht des s. Zt. so schnell verschwundenen Hauses zugestellt und konnten so die Erinnerung an dieses jahrhundertealte Bauwerk wieder auffrischen.


Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 29 v. 18. Juli 1926


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Erzgebirgisches Sonntagsblatt 119. Jahrgang, Nr. 29, 18. Juli 1926, S. 5

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