Wer kennt seine Heimat genau? - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Wer kennt seine Heimat genau?

Erklärung zum Bild der letzten Nummer (Bild Nr. 1).
Die im Bilde dargestellte Häusergruppe zeigt uns die Frohnauer Gasse in dem Zustand, in welchem sich die jetzige Ed. Krahl'sche Fabrik bis zum Jahre 1899 zeigte, als das rechts auf demselben befindliche alte, bis dahin dem Stellmacher Opitz gehörende Haus angekauft wurde. Dieses unter dem Namen "Rehnert-Haus" bekannt gewesene Grundstück hatte früher im rechten Parterre eine Buchdruckerei, während es im übrigen zu Wohnzwecken diente. Besonders bemerkbar zeigt sich uns hier der weit unter der Straßenfläche frei gelegene linke Teil des Parterres. Das links auf dem Bilde gelegene, oberste Gebäude gehörte schon in der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts der Familie Krahl. 1863 eröffnete in demselben Eduard Krahl eine Posamentenfabrik. Das mittlere, gleichfalls Krahl gehörende Wohnhaus wurde später (um 1880) ebenfalls Fabrikationszwecken dienstbar gemacht, bis nach dem im Jahre 1898 erfolgten Erwerb des Opitz'schen Grundstücks und Abtragung desselben mit dem Bau der jetzigen Krahlschen Fabrik begonnen werden konnte. Ed. Krahl starb im Jahre 1900 und hat den Neubau nur noch vor der Inbetriebnahme sehen können. Im Besitze des Unternehmens folgten ihm seine Erben, bis es dann ausschließlich an den jetzigen Besitzer Rudolph Krahl überging. — Etwas weiter oben, an der Ecke der Häuergasse, entstand etwa um die gleiche Zeit wie der Krahl'sche Neubau im sogenannten Rechenberger'schen Grundstücke das hohe Gebäude des Schneidermeisters J. Mattausch, in dem dieser einen Restaurationsbetrieb einrichtete, der bis zum Jahre 1921 unter dem Namen "Kaffee Karola" allgemein bekannt war. Auf dem Bilde ist es nicht sichtbar, da es zur Zeit der Aufnahme desselben noch nicht bestand. — Die Bilder Nr. 1 - 3 stammen aus dem Ratsarchiv und sind Aufnahmen der verstorbenen Frau Geheimrat Ochernal, die sich mit ihrem zahlreichen, mit großem Fleiß und vieler Liebe gemachten Aufnahmen ein bleibendes Verdienst um die bildliche Festhaltung des alten Stadtbildes erworben hat.

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Titel

Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 14 v. 4. April 1926


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Erzgebirgisches Sonntagsblatt 119. Jahrgang, Nr. 14, 4. April 1926, S. 5

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