Wer kennt seine Heimat genau? - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Wer kennt seine Heimat genau?

Wo war das?
Erläuterung zu dem Bild der letzten Nummer.


Die letzten Opfer für den niedergehenden Annaberger Bergbau brachte die 1880 gegründete "Himmelfahrt-Fundgrube" zu Annaberg, unter welchem Namen die vorliegenden Gruben "Krönung", Getreue Nachbarschaft", "Bäuerin" und "Himmelfahrt" vereinigt waren. 1892 ging auch diese letzte Unternehmung und damit überhaupt der Annaberger Silber- und Kobaltbergbau bis auf weiteresb zu Ende. Unser Bild Nr. 44 zeigt die Schachtanlage der Grube "Getreue Nachbarschaft" als Ausschnitt einer alten Photographie. Die Scheune links oben gehörte dem Kaufmann O. Flister in Annaberg und mußte im Jahre 1909 des Straßen-Neubaues wegen abgetragen werden. Das nächste Gebäude oberhalb des Krämer'schen Anwesens gehörte der staatlichen Grubenverwaltung und wurde im Jahre 1904 niedergerissen; seine letzten Bewohner waren Glasermeister Nestler und Bergmann Schubert. Es enthielt früher die Betstube für die ein- und ausfahrenden Bergleute. Das untere Gebäude war eine sogen. "Kaue" (d. h. Gebäude auf dem Schachteingang) und wurde vom Knopffabrikanten Matthias Hutzler zuletzt als Werkstatt benutzt. Das Gelände gehört jetzt der Bahnverwaltung und erstreckt sich längs der neuausgebauten Sehmatalstraße unterhalb des "Schottenbergheims"; bei der ehemaligen Flister'schen Oelscheune ist ein Stück des Sehmaflusses sichtbar.

—m—

Wo war das?   Bild Nr. 45


Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 41 v. 10. Oktober 1926


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Erzgebirgisches Sonntagsblatt 119. Jahrgang, Nr. 41, 10. Oktober 1926, S. 5

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