Wer kennt seine Heimat genau? - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Wer kennt seine Heimat genau?

1927 > Nr. 7/1927

Wo war das?
Erläuterungen zu dem Bild in letzter Nummer.

Unser Bild Nr. 65 zeigt uns zwei Häuser an der Wolkensteiner Straße in ihrem Aussehen vor ungefähr 50 Jahren. Das für den Betrachter links stehende und durch die Firma "J. F. Winkler, Sattler" gekennzeichnete gehörte damals dem Sattlerobermeister J. Franz Winkler (geb. 6.8.1831 zu Städten, Prov. Sachsen; gest. 24.11.1910 hier). Als sein Ersterbauer gilt Peter Schmidt; später war es kürzere oder längere Zeit im Besitze der Familien Scherertz, Jünger, Buchbinder Schweitzer, Eckert, bis es vor etwa 75 Jahren an den Markscheider und Schichtmeister Aug. Friedrich Strödel überging, der am 24.9.1858 als Stadtrat hier starb. Von dessen Erben übernahm es am 1. April 1864 obenerwähnter Winkler und baute es 1880 um. Besonders interessant erscheint uns der mit Rundgewölbe versehene Straßenaufgang am Hause und die Art der Ausstellung von Reklameartikeln vor dem Hause. Im Jahre 1910 ging das Besitztum an Winklers Erben (Schwiegersohn: Damenschneidermeister Rudolf Piskazeck) über. — Das rechtsstehende Haus, jetzt Wolkensteiner Straße 16, befand sich in den 1870er Jahren im Besitze des Tischlermeisters Friedrich August Brand und ging dann auf den im Jahre 1906 verstorbenen Tischlerobermeister Emil Wohlgemuth über, dessen Erben es heute noch besitzen.
—m—

Wo war das? Bild Nr. 66.

Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 7 v. 20. Februar 1927


Erzgebirgisches Sonntagsblatt 120. Jahrgang, Nr. 7, 20. Februar 1927, S. 5

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